Der Rohstoff Kork

Die Korkeiche wächst in Spanien, in Portugal, in Teilen Nordafrikas, in Süd- und Westfrankreich und in Italien (Sardinien), wobei Portugal den Schwerpunkt bildet.

Die Korkeiche kann nach 30 Jahren für die Herstellung von Kork gebraucht werden, dann wird sie zum ersten Mal geschält. Die Schälung schadet dem Baum nicht, denn die Rinde wächst wieder nach und 9 – 11 Jahre später kann der Baum erneut geschält werden.

Die Rinde dient dem Baum als Schutz vor Austrocknung und Waldbränden: genau diese und andere Eigenschaften machen wir uns zu Nutze.

Dank der wirtschaftlichen Nutzung bleibt auch das ökologische Gleichgewicht in diesem Gebiet erhalten, denn erstens dient die Korkeiche 200 Tierarten als Lebensraum und zweitens verhindert sie, dass erosionsfördernde Monokulturen von schnell- wachsenden Hölzern wie Pinien- oder Eukalypytusplantagen angebaut werden. Diese Hölzer brauchen sehr viel Wasser und Nährstoffe, was den Boden auslaugt und früher oder später zur Versteppung des Gebietes führen würde.

Es haben sich mehrere Industrien rund um den Kork angesiedelt, die alle von dem nachwachsenden Rohstoff profitieren. Zum einen sind es die Hersteller von „Korken“ für Weinflaschen, zum andern Hersteller von Dämmkork und natürlich die Hersteller von Bodenbelägen aus Kork.

Kork wird nicht nur als Bodenbelag und als Flaschenverschluss verwendet. Immer häufiger wird der natürliche Rohstoff auch beim Hausbau als Dämm- und Isolationsmaterial eingesetzt. Selbst für High-Tech Produkte wird Kork verwendet. Kein anderes Material weist so gute Wärmeisolationseigenschaften auf, ist kaum brennbar und trotzdem sehr leicht. Ein Teil der Nutzlastverkleidung der Ariane Trägerrakete besteht deshalb unter anderem aus Kork.